BANDIPUR NATIONALPARK

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... wilde Elefanten im Fluss...

Montag, 19. Juli 2010

Tag 168: Shopping und Kino in Bangalore

Heute stand Shopping auf dem Programm. Da Andreas Mann Simon heute wichtige Termine hatte, entschlossen wir uns in die Stadt zum bummeln zu gehen.
Gut das sich Andrea hier in den ganzen Shopping-Centern bestens auskannte.
Mit zwischen durch ein paar kleinen Cafe Pausen, da es zwischen durch immer wieder regnete, lernte ich so die ganzen großen Shopping-Center im Zentrum Bangalores kennen.

Später stieß dann Simon zu uns und wir gingen gemeinsam ins nächste Shopping- Center um etwas zu Essen.
Bei lustigen Gesprächen und gutem Essen, entschlossen wir uns den neuen Kinofilm: A-Team anzuschauen.

Glücklicherweise haben die großen Shopping-Center in den obersten Etagen einige Kinos in denen dann unterschiedliche Filme mit bis zu 7 unterschiedlichen Sprachen laufen.
Bis man sich da dann erst mal in das RICHTIGE Kino durchgeschlagen hat in dem die Filme in Englisch laufen, ist bereits eine kleine Herausforderung!

Wir also Karten gekauft und ab da für, brav in die lange Schlange eingereiht.
Durch den Security-Check, der hier genau so ist wie am Flughafen, rein in die Vorhalle der Kinosäle.
Noch schnell ein paar Popkorn besorgt und an der nächsten Schlange angestanden ehe wir unser Ticket zum 2. Mal vorzeigen durften um in den Kinosaal zu gelangen.

Der Film fing an und er war toll!

Doch was ist das???

In mitten des Filmes, ging auf einmal der Ton aus und das Licht an! Oh man, dachte ich mir, sag bloß auch hier im Kino gibt es Stromausfall und die wissen nicht damit umzugehen…
Aber Nein!
In Indien ist es üblich, dass es eine Werbepause und eine Unterbrechung jedes Kinofilmes von 15 Minuten nach der Hälfte des Filmes gibt.
Die spinnen echt die Inder! Somit wollten Simon und ich die Gelegenheit nutzen, uns ein Eis zu besorgen.
Wieder in der Vorhalle der Kinosäle angekommen, stellten wir fest, dass es hier NUR Popkorn gibt. Ja, ne is irgendwie blöd jetzt.
Die Vorhallen-Chefin angequatscht und gefragt wie wir jetzt hier ein Eis herbekommen könnten, da wir gerade darauf Lust hätten?
Da sagte Sie uns, da müssten wir in die Vorhalle der Kinos gegenüber in Karnataka-Sprache. Dort wird NUR Eis verkauft…
Wir Sie noch mal gefragt ob wir da einfach so raus und mit dem Eis dann wieder rein kommen würden. Ja gar kein Problem.

Toll, so flitzen wir aus diesem Kinokomplex raus, durch die Einkaufsläden und an den Massen an Einkaufslustigen, die Samstags alle beim Shoppen sind vorbei zum Kino gegen über.
Kinoticket? Sicherheitskontrolle?
Simon und ich machten auf dreist und frech. So umgingen wir schnurstracks die Ticketkontrolle und schlichen uns hinter dem Sicherheitsmann durch. Dieser Hielt uns dann natürlich auf, da wir 1. Kein Ticket gezeigt hatten, und 2. nicht durch sein Scanner gelaufen sind.
Wir wollen lediglich nur ein Eis kaufen, sind aus dem Kinokomplex von gegenüber, haben auch für diesen Komplex keine Kinokarte und sind gleich wieder weg.
Ah, ja dann, nichts wie an der Sicherheitsschlange vorbei und direkt in die Vorhalle.
Toll wenn Sicherheit groß geschrieben wird, und auch zu 100% eingehalten wird.
Wir also unser Eis gekauft, und wieder zurück zu unserem Kinoeingang.
Doch dieser Sicherheitsmann wollte uns partu nicht rein lassen. In diesem Kinokomplex ist Eis nicht erlaubt!
Stellte sich vor den Sicherheitsscanner und stellte sich auf Stur. Ein sehr böser Simon und die dreimalige Wiederholung von: Wir wollen SOFORT den Manager des Kinos sprechen, schüchterte den Sicherheitsmann dann doch ein, sodass er in die Vorhalle ging um die Vorhallen Chefin zu holen. Doch kaum das der Sicherheitsmann drin war, gingen auch Simon und ich in die Vorhalle. Grüßten die Vorhallen Chefin mit einem lachen und zeigten auf unser Eis, und das unser Film schon wieder begonnen hatte. Sie nickte, und so waren wir auch hier ohne Sicherheitskontrolle wieder im Kino.
Ja es ist doch wirklich unbeschreiblich, wie einfach man alle Regeln und Einschränkungen übergehen kann, wenn man nur Frech und Dreist genug ist.

Am Abend gab es dann noch das Deutschland Spiel um Platz 3 das Simon und meiner einer bei Simon u Andrea im Wohnzimmer anschauten, ehe wir dann alle im Großzügigen Haus schlafen gingen. Jetzt konnten alle gut schlafen da wir den 3. Platz mit 3:2 sicher hatten.

Mein Gästezimmer das Sie mir freundlicherweise für diese Nacht zur Verfügung stellten.


Hier wäre nur noch anzumerken, wann wird Paul eigentlich auf den Grill geschmissen???

Samstag, 17. Juli 2010

Tag 163: Bharad Band

Seit nun mehr 3 Tagen ging durch alle Radios, Fernseher und Zeitungen das am Montag den 5. Juli in Indien Bharad Band ist. Es war eine Landesweite Demonstration die gegen die hohen Spritpreise, den Bharad Petro, gehen sollte.
Aus Angst vor all den vielen Kravallen die auf den Straßen an solchen Tagen statt finden, wurde sehr stark gewarnt an diesem Tag nicht mit einem Fahrzeug zu fahren und wen möglich zuhause zu bleiben.
Auch alle Läden, Büros und öffentliche Verkehrsunternehmen haben für diesen Tag den Betrieb eingestellt.
Es fuhren keine Tuck-Tuck, keine Taxis, keine Roller oder Motorräder und auch keine Autos.

Es war wie in einer Geisterstadt. Wenn man bedenkt, dass man hier kaum über die Straße kommt ohne überfahren zu werden, und jetzt nur ganz vereinzelt Menschen auf der Straße laufen oder den Müll zusammen fegen sah, fühlte ich mich sehr fehl am Platz…

Die Demonstranten hatten überall in der Stadt und auf unzähligen Straßen richtige Straßensperren errichtet. Es wurde davor gewarnt das es meist zu heftigen Auseinandersetzungen kommt, sollte doch jemand versuchen mit einem Fahrzeug in der Stadt zu fahren. Dann würde die Demonstranten Steine schmeißen, die Fahrzeuge von der Straße rammen oder gar sehr aggressiv die Autos demolieren.

So hatte auch unsere Firma geschlossen und es hieß Homeoffice für Montag.

Nichts desto trotz konnte ich es mir nicht verkneifen hier einmal bei mir um den Block zu laufen und die leeren Straßen, die Ruhe zu genießen. Ganz ungewohnt, man hörte auf einmal Vögelzwitschern, Heuschrecken zirpen und den Wind durch die Blätter streifen.

Was für ein Unterschied zu dem sonst so lärmenden, stinkenden Verkehrstrubel der hier sonst 24 Stunden lang vorherrscht.

Die wenigen Menschen die auf den Straßen unterwegs waren schienen regelrecht mit Absicht auf den leeren Straßen zu laufen, ohne sich darum zu scheren nach rechts oder nach links zu sehen.
Kinder hatten Fahrräder herausgeholt und fuhren lachend im Zick-Zack auf den leeren Straßen wobei sie eine riesen Freunde hatten.

Tag 162: Sonntagsbrunch im Olive Beach

Sonntagsbrunch, was für eine schöne Möglichkeit den letzten Tag des Wochenendes mit Freunden ausklingen zu lassen.
So auch dieses Wochenende. Nach langem Ausschlafen machte ich mich dann im Tuck-Tuck auf den Weg in die Stadt ins Olive Beach, einer angesagten Location die einen wohl vergessen lässt das man sich in Indien aufhält… wir werden sehen.

Vollkommen unscheinbar, sodass mein Driver gleich 3 mal an dem Eingang vorbei fuhr ehe mich die Sicherheitsleute vor dem Eingang stoppten und mich fragten ob ich vielleicht ins Olive Beach möchte. Gute Frage, na klar. Und da stand ich dann bereits auch schon vor der Türe.
Unscheinbar, ja definitiv.

Wir hatten uns zu sechst verabredet, Jörn und Alex waren bereits da als ich an den Tisch gebracht wurde.

Da das Olive Beach bekannt für gutes Brunchen ist, macht es dementsprechend erst zum Mittag hin auf. Wir waren eine der ersten Gäste, die Ruhe, kein Gehupe, sonder schöne Musik und weicher weißer Sand verliehen der Location eine tolle Urlaubsstimmung.

Kurze Zeit später, brachte der Kellner auch schon die leckeren Willkommens Cocktails.

Dann kamen auch Andrea, Simon und Pit.

So konnte das gemütliche Brunchen losgehen!

Es war gar eine überwältigende Freude an den unterschiedlichen Buffes entlang zulaufen. Ich nahm schon extra von allem was ich versuchen wollte nur ein ganz klein wenig, um auch ja alles leckere mal testen zu können. Doch dies ist ein Ding der Unmöglichkeit. Einen so großen Magen hat wohl keiner um sich durch diese Schlemmersachen durchzuarbeiten.

Pit war von den Austern so überzeugt, dass er ganze 4 Teller davon verspeiste. Auch die Krabben, Calamaris waren sehr zu empfehlen.


Wir mussten nicht lange warten, bis wir die nächsten Expakts sahen die auch ihr Sonntagsbrunch im Olive Beach genießen wollten.
Eine große Gruppe von Schweizer, die noch gestern Abend mit dabei waren um Deutschland zu unterstützen. Die Welt ist einfach klein, wenn man sich an den schönen Orten in einer solchen Stadt aufhält.

Das Olive Beach hat auch eine wunderschöne Dachterrasse, die jedoch kaum genutzt wird. Wirklich schade denn hier ist wirklich Urlaub…


Am späten Nachmittag machten wir uns dann total vollgegessen wieder auf den Weg. Andrea und Simon hatten noch zum Spiele – Abend bei sich daheim eingeladen.

Da Pit gerade ohne Familie ist, steht bei Ihm das einfache Essen unter der Woche ganz oben. Sprich jeden Tag Steak!
Deshalb fuhren Simon und ich mit Pit mit um seinen Metzger kennen zu lernen. Es ist hier in Bangalore nicht leicht gutes Fleisch, vor allem kein Rind, herzubekommen. Hier in Indien sind die Kühe ja Heilig, und dürfen weder von der Straße vertrieben noch irgendwie geschlagen oder schlecht behandelt werden. Sprich sie sind das einzige Tier das hier wirklich gut lebt. Zumindest im Vergleich zu den anderen umherstreunenden Tieren.

So erreichten wir Pits Butcher in Ulsoon Town.


Sicher darf man auch hier nicht so ganz genau auf die Hygiene achten, schließlich sind wir immer noch in Indien… aber dennoch bekommt man hier das Beste und Zarteste Fleisch!

Dann ging es weiter zu Engeli´s auf die herrliche Dachterrasse zum Spielen.


Bei Dunkelheit fuhr ich dann wieder heim und war froh in mein Bett gehen zu können. Mein Bauch war noch immer total überfüllt von all den Leckereien die ich verzehrt hatte.
Definitiv ein toller Platz um den Sonntag mit Freunden zu verbringen.

Tag 161: Deutschland siegt über Argentinien

Es ist Samstag. Und was ist an einem richtigen Samstag? Richtig! Spieltag!

Denn heute machen unserer Jungs die Argentinier platt! Sofern Sie ihren bisherigen Spielzug weiter beibehalten.

Die Hoffnung stirbt zu letzt und so ist unsere Mannschaft voller Selbstbewusstsein nach der herrlichen Niederlage Englands mit 4:1 gegen Deutschland stolz ins Stadion eingelaufen.

… und es wurde ein Gigantisches Spiel, begleitet von wunderschönen Toren!


Was wünscht man sich mehr?

Tor! Tor! Tor! Tor und Sieg! So steht dem Halbfinale nichts mehr im Wege... außer die Spanier, aber die werden auch mit einer Niederlage Umgehen lernen müssen... -grins-

Tag 160: Party im Royal Orchid Hotel

… einmal mehr Freitag. Und zu diesem besonderen Freitag Abend ging es zur On-House-Party in das Royal Orchid Hotel an der alten Airportroad.

Es war Mellis "Say good Bye" Party. Da sie nun nach rund 4 Jahren Indien wieder nach Deutschland zurück geht.

Somit wurde ausgelassen auf dem Dach des Hotels am Pool mit gutem Buffet gefeiert und dem Brasilien - Hollandspiel zugesehen.

Im Anschluß ging es dann noch zu Fua einem Deutschen-Ghaner, der an diesem Abend seinen vorletzten Abend in Indien hatte. Denn auch Fua geht wieder zurück nach Deutschland nach rund 2 Jahren Indien.

Alles in allem war es ein ausgelassener, schöner Abend mit vielen tollen Expakts die „Lebe wohl“ sagten…

Ja so ist das in Indien, Arbeiter, Expakts und Freunde kommen und gehen wie an einem Bahnhof...aber das schöne daran ist, dass doch

Tag 157: Bangalore ↔ Coimbatore

Es ist mal wieder so weit, und nach einer längeren Reisepause geht es heute nach Coimbatore.

Es fasziniert mich Irgendwie immer wieder aufs neue, das hier in Indien das Fliegen wie bei uns daheim das Busfahren ist. Wirklich lustig zu sehen, wie viele Gesichter man mittlerweile von den Flughäfen her kennt. So viele Geschäftsleute die Morgens in der Sicherheitsschlange um einen stehen, sieht man Abends dann wieder wenn man zurück kommt und aus dem Flughafen hinausgeht um sich ein Taxi zu suchen.

Mit dem kleinen Unterschied das die Reiseziele des Tages wohl ziemlich weit von einander Entfernt waren…
Und doch ist es hier eine derartige Selbstverständlichkeit für ein Meeting mal eben 300 bis 1000 km durchs Land zu Fliegen um am Abend wieder in Bangalore zuhause anzukommen…

Wie dem auch sei, auf meiner Eintagesreise blieb mir leider nicht viel Zeit etwas von der Stadt und den Menschen zu sehen.

Lediglich einen schwer zertrümmerten LKW nach einem Unfall konnte ich festhalten. Auch verrückt zu sehen, dass die LKW Kabinen meistens aus Holz gebaut sind, was nicht wirklich einen Schutz für die Fahrer ist, wenn zwei Kolosse mit 80 km aufeinandertreffen.


Ich war froh als ich am Abend erschöpft aber unverletzt wieder zuhause in meinem Apartment in Bangalore ankam.