BANDIPUR NATIONALPARK

BANDIPUR NATIONALPARK
... wilde Elefanten im Fluss...

Samstag, 15. Mai 2010

Tag 105: Besichtigung alter Tempelstädten

Am Sonntag Morgen holten mich Jörn und seine Freundin Sabine zu einer Tempeltour ab.
Paul der Fahrer von Jörn, tat sich zwar ein wenig schwer den Weg zu meinem Apartment auf anhieb zu finden, aber dafür fuhr er uns den ganzen Tag zuverlässig von Tempel zu Tempel.

Jörn hatte diese Tempeltour schon mal mit dem BEC gemacht, daher wusste er bestens bescheid und dank Wikipedia konnte er uns unterwegs auch noch reichlich Informationen an historischen Zahlen und Fakten liefern.

Als wir auf dem Weg zum ersten Tempel waren, kam die erste Verunsicherung… fährt Paul auch auf dem richtigen Highway?
Jörn hatte sich über Googlemaps die Route ausdrucken lassen, das wäre die NH 4 gewesen. Doch Paul war sich seiner Sache sehr sicher und fuhr auf der NH 48. Auch mehrfaches nachfragen, kritisches Schauen ließen Paul kalt.
Dank der neuen Mobiltechnologie konnten wir aber dann doch noch sicherstellen das Paul recht hatte und Googlemaps Jörn einen kleinen Streich gespielt hatte.

Somit lehnten wir uns zurück, und genossen die Landschaft die an uns vorbei zog. Heutiges Ziel 450 Km im Auto zurück zu legen, und dabei zwei sehr schöne, alte Tempelanlangen besichtigen.

Wir passierten die District Grenze.

Plötzlich dann doch Verwirrung. Paul bog einfach von der NH 48 ab und bretterte ins Landesinnere.
Nach 10 Minuten wussten wir dann auch endlich weshalb er hier abgebogen war. Er wollte uns noch ein weiteren Tempel zeigen der auf dem Weg war.
Aber typisch indisch…. Man sagt nicht, das demnächst ein weiterer sehenswerter Tempel kommt und hinterfragt ob wir diesen sehen möchten. NEIN! Er biegt einfach ab und legt fest das dieser Tempel jetzt besichtigt wird.

Aber letzten Endes hat sich dieser Zwischenstop gelohnt.

Die pralle Sonne hatte die Steine derart aufgeheizt, das ich nur mit mühe die vielen brennenden Steintreppen barfuss hinauf kam. Ich begann langsam in normalem Tempo die stufen emporzusteigen. Doch mit zunehmendem Schmerz wurde aus meinem zügigen hinaufsteigen ein Treppenjoggen. Auf dem ganzen Weg nach oben, waren lediglich zwei Granit Bögen über den Stufen. Diese spendeten einen ca. 1 Meter langen und 10 cm breiten Schatten. Dort angekommen versuchte ich meine Fußsohlen wieder etwas abzukühlen. Bevor ich zum nächsten Sprinnt durchstartete…

Oben angekommen bot sich uns dafür eine tolle Aussicht über die umliegende Landschaft.

Dann kam der letzte Aufstieg zur Heiligen Stete in der uns eine 25 Meter hohe Skulptur erwartete.
Auf dem Weg dort hin huschte noch eine Art Eidechse an mir vorbei, ehe wir den obersten Tempel betraten.

Es war beeindruckend und faszinierend zu sehen, das dieser Mann in dieser Größe aus nur einem einzigen Stein gemeißelt worden war. Auch wie filigran die Arbeiten an den Händen, die Blätter die um seine Arme und Hüften geschwungen waren ausgearbeitet waren war überwältigend. Wir fragten uns was wäre wohl passiert hätte man irgendwo einen Patzer beim meißeln in die Skulptur geschlagen sodass Sie nicht mehr Symmetrisch gewesen wäre, … vermutlich Kopf ab!
Auch ein Riese muss sich ab und an mal die Füße waschen…

Dann ging es wieder hinunter und weiter nach Belur.

In Hassan angekommen, machten wir erst mal in einem tollen Hotel Stopp um uns über das Mittagessen herzumachen.

Der Garten des Hotels war auch eine Augenweide.

In Belur angekommen stürmten wir auch gleich die Tempelanlage.

Ein beeindruckender Stein, um nicht zu sagen eine Obelisensäule stand in der Mitte auf einem Podest.

Das besondere an dieser Säule ist, dass Sie ohne Fixierung dort steht. Sie ist so ausbalanciert worden und steht auf 3 Punkten, seit mehreren Jahr Hunderten, ohne von einem Sturm oder Gewitter umgeworfen worden zu sein.

In einer Seiten Überdachung stand der große Festivals Wagen. Dieser wird einmal jährlich zu einem bestimmten Tempelfest rausgeholt.
Er erinnerte mich an die römische Zeit.

Kurz bevor wir den letzten Tempel erreichten zog ein Unwetter auf. Als wir dann ausgestiegen waren, wirbelte es Sand und Staub auf. Anschließend folgte ein heftiger Regenschauer, den wir glücklicherweise aber wieder unter einem Dach bei der Heiligen Kuh verbringen konnten.

Auch faszinierende Insekten hatten sich zum Schutz in den zahlreichen Nischen der Steinskulpturen vor dem Gewitter versteckt.
Es war beeindruckend diese vielen Tausenden Menschen, Elefanten, Löwen und Drachen die in den Stein gemeißelt waren zu betrachten.

Dann entdeckte ich einen „feurigen“ Fußabdruck vor mir…

Vor dem Tempel erstreckte sich ein schöner See mit Fischern.

Nach diesem gefüllten Tagesprogramm fuhren wir erschöpft und müde nach Hause. Ich war froh als ich um halb 12 endlich in mein Bett liegen konnte.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Tag 103: BEC Party in Bangalore

Nach gut 3 Wochen bin ich endlich mal wieder in Bangalore angekommen. Aber es wird nicht ruhiger…
Denn es ist Freitag Abend. Wie jeden Freitag Abend trifft sich der BEC Club in der Stadt um bei Happy Hour ein oder zwei Bierchen gemütlich auf den Dächern von Bangalore in Open Air Kneipen das Wochenende zu beginnen.
Es war schön mal wieder den ausländischen Haufen zu sehen.
Jörn hatte Besuch von seiner Freundin Sabine aus Deutschland.
Spontan unterbreiteten Sie mir den Vorschlag mich am Sonntag zu einem Tagesausflug zu alten aber sehr interessanten und sehenswerten Tempelanlage mitnehmen zu wollen.
Ich hatte nichts anders vor und war gleich dabei.
Wirklich schade das hier in Bangalore die Partys immer so früh zu ende sind…

Tag 102: Pune

Nach dem anstrengenden Tagesprogramm in Pune ließ mich meine Erdeckungsneugierde nicht ruhen. Auch mein Kollege schien davon angesteckt worden zu sein. So zogen wir kurzerhand nach einem Blick auf den Pool in diesem Hotel los um uns das Städtchen anzusehen.

Ich zeigte Ihm die stelle an der ich das letzte Mal die Wildschweine gesehen hatte. Und sie da, sie hießen uns mit einem herrlichen Gestank willkommen.

Dann entdeckte ich noch einige Kuriositäten.

Welches Fahrrad war noch mal meins…?

Oder gehörte mir dieses zerlegte Motorrad?

Aber das Beste war diese Feuerlöschvorrichtung im Bank-Center:

Die Feuereimer gefüllt mir Sand zum Löschen des Feuers sind kein Witz. Die findet man hier wirklich überall. Egal ob an Tankstellen, in Einkaufszentren oder auf der Straße an „gefährlichen“ Straßenkreuzungen.
Ich finde das wirklich lustig, als ob man mit ein, zwei oder vier Eimern Sand ein Feuer löschen könnte. Vielleicht ist es möglich damit eine Geburtstagstorte einer 80 jährigen Dame zu löschen. Aber mehr wie 80 Kerzen wird man damit nicht löschen können.
Dann käme noch dazu dass der Kuchen ziemlich sandig schmecken würde…

Tag 99: Auf nach Chennai

Ich bin noch tot müde…
Nach dem ich heute Früh um 2 Uhr am Flughafen ankam, nahm ich mir ein Taxi um zum Apartment zu fahren. Dort um 3 Uhr angekommen

hieß es Koffer entleeren, neu Packen und sich noch 2 Stunden schlafen legen. Ehe das nächste Taxi kam um mich wieder auf den Flughafen

zu bringen.
Um 7 Uhr saß ich dann bereits wieder im Fliegerle um mich nach Chennai aufzumachen.
Mein Schlafdefizit war stärker als der ungemütliche und enge Sitz. So konnte ich wenigstens etwas schlaf finden, ehe ich im Landeanflug auf

Chennai aufwachte und mit einer herrlichen Aussicht über die Stadt und Sonnenstrahlen begrüßt wurde.

Am Abend gönnte ich mir mit einem deutschen Kollegen den ich hier im Hotel traf noch ein Bad im Rooftop Pool.
Bei einem kühlen King Fisher Beer war es schön die Sonne über der Stadt untergehen zu sehen.

Tag 98: Back to India

… und schon wieder sitze ich in Frankfurt am Flughafen. Die Zeit des Wartens lässt mich immer wieder in Gedanken abtauchen. Eine Woche in Deutschland. Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut, und schon war Sie wieder vorbei. Die Zeit schien wirklich wie im Raumschiff an mir vorbei gezogen zu sein. Auch wenn die Woche wirklich kurz war, so war ich doch froh und glücklich mein Sweety mal wieder gesehen zu haben, auch wenn es nur kurz war.
Die kommenden Wochen werden auch stressig. Viele Termine, einiges was unklar ist, und viele Punkte in denen Entscheidungen getroffen werden müssen.
Auf der anderen Seite freue ich mich auch, neue Möglichkeiten zu bekommen, tolle Menschen zu treffen. Mit Jörn mal wieder den ein oder anderen Ausflug machen zu können und das indische Leben zu schnuppern und zu entdecken.

Das eindruckvolle BMW Racing Car vom Frankfurter Flughafen wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten.