Paul der Fahrer von Jörn, tat sich zwar ein wenig schwer den Weg zu meinem Apartment auf anhieb zu finden, aber dafür fuhr er uns den ganzen Tag zuverlässig von Tempel zu Tempel.
Jörn hatte diese Tempeltour schon mal mit dem BEC gemacht, daher wusste er bestens bescheid und dank Wikipedia konnte er uns unterwegs auch noch reichlich Informationen an historischen Zahlen und Fakten liefern.
Als wir auf dem Weg zum ersten Tempel waren, kam die erste Verunsicherung… fährt Paul auch auf dem richtigen Highway?
Jörn hatte sich über Googlemaps die Route ausdrucken lassen, das wäre die NH 4 gewesen. Doch Paul war sich seiner Sache sehr sicher und fuhr auf der NH 48. Auch mehrfaches nachfragen, kritisches Schauen ließen Paul kalt.
Dank der neuen Mobiltechnologie konnten wir aber dann doch noch sicherstellen das Paul recht hatte und Googlemaps Jörn einen kleinen Streich gespielt hatte.
Somit lehnten wir uns zurück, und genossen die Landschaft die an uns vorbei zog. Heutiges Ziel 450 Km im Auto zurück zu legen, und dabei zwei sehr schöne, alte Tempelanlangen besichtigen.









Wir passierten die District Grenze.
Plötzlich dann doch Verwirrung. Paul bog einfach von der NH 48 ab und bretterte ins Landesinnere.Nach 10 Minuten wussten wir dann auch endlich weshalb er hier abgebogen war. Er wollte uns noch ein weiteren Tempel zeigen der auf dem Weg war.
Aber typisch indisch…. Man sagt nicht, das demnächst ein weiterer sehenswerter Tempel kommt und hinterfragt ob wir diesen sehen möchten. NEIN! Er biegt einfach ab und legt fest das dieser Tempel jetzt besichtigt wird.
Aber letzten Endes hat sich dieser Zwischenstop gelohnt.


Die pralle Sonne hatte die Steine derart aufgeheizt, das ich nur mit mühe die vielen brennenden Steintreppen barfuss hinauf kam. Ich begann langsam in normalem Tempo die stufen emporzusteigen. Doch mit zunehmendem Schmerz wurde aus meinem zügigen hinaufsteigen ein Treppenjoggen. Auf dem ganzen Weg nach oben, waren lediglich zwei Granit Bögen über den Stufen. Diese spendeten einen ca. 1 Meter langen und 10 cm breiten Schatten. Dort angekommen versuchte ich meine Fußsohlen wieder etwas abzukühlen. Bevor ich zum nächsten Sprinnt durchstartete…Oben angekommen bot sich uns dafür eine tolle Aussicht über die umliegende Landschaft.


Dann kam der letzte Aufstieg zur Heiligen Stete in der uns eine 25 Meter hohe Skulptur erwartete.Auf dem Weg dort hin huschte noch eine Art Eidechse an mir vorbei, ehe wir den obersten Tempel betraten.
Es war beeindruckend und faszinierend zu sehen, das dieser Mann in dieser Größe aus nur einem einzigen Stein gemeißelt worden war. Auch wie filigran die Arbeiten an den Händen, die Blätter die um seine Arme und Hüften geschwungen waren ausgearbeitet waren war überwältigend. Wir fragten uns was wäre wohl passiert hätte man irgendwo einen Patzer beim meißeln in die Skulptur geschlagen sodass Sie nicht mehr Symmetrisch gewesen wäre, … vermutlich Kopf ab!

Auch ein Riese muss sich ab und an mal die Füße waschen…
Dann ging es wieder hinunter und weiter nach Belur.In Hassan angekommen, machten wir erst mal in einem tollen Hotel Stopp um uns über das Mittagessen herzumachen.
Der Garten des Hotels war auch eine Augenweide.

In Belur angekommen stürmten wir auch gleich die Tempelanlage.


Ein beeindruckender Stein, um nicht zu sagen eine Obelisensäule stand in der Mitte auf einem Podest.
Das besondere an dieser Säule ist, dass Sie ohne Fixierung dort steht. Sie ist so ausbalanciert worden und steht auf 3 Punkten, seit mehreren Jahr Hunderten, ohne von einem Sturm oder Gewitter umgeworfen worden zu sein.

In einer Seiten Überdachung stand der große Festivals Wagen. Dieser wird einmal jährlich zu einem bestimmten Tempelfest rausgeholt.Er erinnerte mich an die römische Zeit.

Kurz bevor wir den letzten Tempel erreichten zog ein Unwetter auf. Als wir dann ausgestiegen waren, wirbelte es Sand und Staub auf. Anschließend folgte ein heftiger Regenschauer, den wir glücklicherweise aber wieder unter einem Dach bei der Heiligen Kuh verbringen konnten.

Auch faszinierende Insekten hatten sich zum Schutz in den zahlreichen Nischen der Steinskulpturen vor dem Gewitter versteckt.
Es war beeindruckend diese vielen Tausenden Menschen, Elefanten, Löwen und Drachen die in den Stein gemeißelt waren zu betrachten.


Dann entdeckte ich einen „feurigen“ Fußabdruck vor mir…
Vor dem Tempel erstreckte sich ein schöner See mit Fischern.

Nach diesem gefüllten Tagesprogramm fuhren wir erschöpft und müde nach Hause. Ich war froh als ich um halb 12 endlich in mein Bett liegen konnte.
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